Energiewende umsetzen

Unser Rezept: Gronau und Lingen stilllegen

Atomenergie ist gefährlich, teuer und nie nachhaltig. Sie bedroht die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Das haben die atomaren Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima gezeigt.

Zwei Generationen profitieren von Strom – die anfallenden Abfälle bleiben auf Jahrtausende radioaktiv. Hinzu kommt: die zivile Nutzung von Atomenergie ermöglicht dessen militärische Nutzung!

Zivile und militärische Nutzung

Atomenergie ist ursprünglich als Nebenprodukt aus der Herstellung von Atomwaffen entstanden. Bis heute ist die Technologie von ihrer militärischen Nutzung kaum zu trennen. Besonders deutlich wird das, betrachtet man Staaten, die trotz hoher Kosten und wachsender Risiken weiter auf Atomenergie setzen. Sie alle betreiben Atomarsenale. Atombetriebene U-Boote und Schiffe, neue, modernisierte Atomwaffen – nichts davon wäre finanzierbar ohne die zivile Nutzung von Atomenergie. Atomarsenale werden über die gesamte Industriesparte querfinanziert: von der Ausbildung von Atomingenieur*innen, über die Forschung bis zur Erzeugung von waffenfähigem Material aus ausgebrannten Brennstäben.

Als IPPNW engagieren wir uns für eine Welt in Frieden ohne Atomwaffen – für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energien. Auch über 2022 hinaus!

Antiatom-Aktion in Mönchengladbach

Kompletter Atomausstieg nötig

Wir fordern den kompletten Atomausstieg. Auch wenn das letzte deutsche Atomkraftwerk Ende 2022 vom Netz genommen wird, ist der deutsche Atomausstieg damit noch nicht vollzogen: In der Brennelementefabrik in Lingen werden weiter Brennstäbe für marode europäische Atomkraftwerke in Grenznähe hergestellt. Ein französisch-russisches Joint Venture soll diese weiter betreiben. Gleichzeitig wird in der Urananreicherungsanlage in Gronau noch immer Uran angereichert – potenziell auch für US-Atomwaffen! Der Uranmüll aus Gronau wird in Russland entsorgt.

So trägt Deutschland weiter zur Gefährdung der eigenen Bevölkerung bei – trotz Atomausstieg und mit dem Wissen der militärischen Nutzung der Atomenergie!

Wir fordern: Die nächste Bundesregierung muss den Atomausstieg konsequent vollziehen und dafür sorgen, dass die Anlagen in Lingen und Gronau stillgelegt werden! Nur so kann die Energiewende auch europaweit gelingen, nur so kann die Bundesregierung ernsthaft den Schutz der Bevölkerung vor atomaren Katastrophen gewährleisten.

Jetzt mitmachen…

… Fragen Sie während der Koalitionsverhandlungen Ihre Abgeordneten via Abgeordnetenwatch wie sie zur Schließung der Brennelementefabrik in Lingen und der Urananreicherungsanlage in Gronau stehen. Beispiele für Fragen finden Sie auf unserer Startseite.

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Abonnieren Sie den Atomenergie-Newsletter der IPPNW. Der Atomenergie-Newsletter liefert Infos rund um Fukushima, die Gesundheitsfolgen radioaktiver Strahlung und den Atomausstieg weltweit. Er erscheint seit Mitte 2017 alle zwei Monate regulär jeweils am 15. des Monats.

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